Kaki, die Gottesbeere


Im Frühjahr 1992 fuhren meine Frau und ich auf der Suche nach speziellen Kübelpflanzen für den Schlosspark nach Oftringen in die Baumschule Haller. Dort wurden wir fündig und wir transportierten im Zug einen jungen Kakibaum nach Andelfingen. Im ersten Jahr gedieh das Bäumchen prächtig und im Herbst hingen bereits die ersten reifen Früchte daran. Doch im folgenden Frühling war es vorerst vorbei mit der Freude, nur schlaffe gelbliche Blätter trieben aus. Ich versuchte es mit Eisendünger, dann mit neuer Erde, was ich auch versuchte, das Bäumchen sah immer erbärmlicher aus. Ich konnte nichts mehr verlieren, also pflanzte ich den Kaki hinters Treibhaus ins Freiland und von da an konnte ich nur noch staunen: Das Bäumchen trieb umgehend kräftig grün aus und begann zu wachsen. Meine Befürchtung, der Kakibaum würde im Winter erfrieren, war unbegründet.

Wenige Jahre später begann er auch regelmässig Früchte zu tragen: Ein wahrer Genuss für die Augen und für den Gaumen. Auch die Vögel, besonders die Amseln sind scharf auf die reifen Früchte. Nicht umsonst trägt der Kaki auch den Namen Gottesbeere.



Datum: 7. Nov. 2019
Herausgeber: Christian Rüegsegger



Das kleine Bäumchen von 1992 gedeiht heute prächtig hinter dem Treibhaus (Foto: Christian Rüegsegger)
Das kleine Bäumchen von 1992 gedeiht heute prächtig hinter dem Treibhaus (Foto: Christian Rüegsegger)


zur Übersicht


Gedruckt am 28.11.2020 09:21:58